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EM-Sanierung

Anwenderbericht:   online seit 09.03.2011  -  5551?mal angesehen

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Warum Melasse aus Zuckerrohr?
 

Zur Herstellung von EMa wird EM1, Wasser und Zucker benötigt. Um ein gutes EMa zu erhalten ist es wichtig gute Produktionsbedingungen zu haben (saubere Geräte, kein Elektrosmog, konstante Temperatur) und gute Zutaten zu nutzen, z.B. sauberes Wasser. Das EM1 sollte nicht älter als 1 Jahr sein und als Nahrung für die Mikroorganismen benötigt man hochwertigen Zucker.

Quelle: EM Journal Heft 13
Eingegeben von:
 


 

 

 




Warum Zuckerrohrmelasse und nicht Zuckerrübenmelasse?
Da wir in Deutschland große Produktionsflächen von Zuckerrüben haben, war der erste Gedanke, Zuckerrübenmelasse zur Produktion von EMa einzusetzen. Dabei entfallen weite Transportwege, die einheimische Landwirtschaft wird gestärkt  sowie die Kosten reduziert. Leider hat sich diese Idee in der Praxis nicht bewährt, da keine optimale Qualität von EMa erzielt werden konnte. Bei der Herstellung von EMa geht es jedoch darum, das Potential von EM1 bestmöglich auszunutzen.

Die biochemische Zusammensetzung von Zuckerrohr- und Zuckerrübenmelasse unterscheidet sich gewaltig, wie die folgende Tabelle zeigt.


Vergleichstabelle

 

Zuckerrübenmelasse

Zuckerrohrmelasse

pH Wert

8,7

5,1

Gesamtzuckergehalt

42 – 47 %

45 – 49 %

Phosphorsäuregehalt

0,02 %

0,08 %

Stickstoffgehalt

1,5 – 2 %

0,2 – 0,8 %

 

Anhand dieser Analysen lässt sich gut erkennen, wie unterschiedlich die beiden Melassen sind. Schon beim pH Wert besteht ein gewaltiger Unterschied (8,7 Zuckerrübenmelasse gegenüber 5,1 bei der Zuckerrohrmelasse). Da es bei der EMa Herstellung wichtig ist, den pH Wert schnell abzusenken (für eine optimale Milchsäuregärung), ist es leicht nachvollziehbar, dass hier Zuckerrohrmelasse wesentlich besser geeignet ist.
Auch der Unterschied beim Phosphorsäuregehalt ist gravierend. Hier besitzt die Zuckerrohrmelasse die vierfache Menge an Phosphorsäure. Der Gesamtzuckergehalt ist bei der Zuckerrohrmelasse um 3 bis 7% höher. Nicht unerheblich wirkt sich ebenfalls der Stickstoffgehalt bei der EMa Produktion aus. Stickstoff ist eine Form von Eiweiß, die umgewandelt werden muss. Da die Zuckerrübenmelasse die 2 bis 8 fache Menge an Stickstoffgehalt aufweist, kann es bei der EMa Fermentation durchaus zu Hemmungen kommen. Ein weiterer wesentlicher Faktor bei der Vermehrung der Effektiven Mikroorganismen scheint der Gehalt an Spurenelementen zu sein. Hier wurden in der Zuckerrohrmelasse erheblich mehr Spurenelemente nachgewiesen, wobei antioxidantische Spurenelemente wie Germanium und Selen eine wichtige Rolle zu spielen scheinen.


Praxisversuche
Anfangs haben Landwirte EMa mit Hilfe Ihrer Zuckerrübenmelasse fermentiert, da dieses Material für die Fütterung der Tiere schon vorhanden war. Beim Einsatz von diesem EMa in der Praxis mussten Sie jedoch feststellen, dass die Wirkung nicht optimal war. Auch bei Messungen im Labor wurde eine mindere Qualität von diesem EMa nachgewiesen.

Bio- oder konventionelle Melasse
Bei der Herstellung von EMa mit Zuckerrohrmelasse von namhaften Bioproduktherstellern waren die Ergebnisse leider schlecht. Das fertige EMa hat unmittelbar nach der Fermentation schlecht gerochen und der pH Wert lag über 4. Dieses EMa war für den praktischen Einsatz völlig unbrauchbar. Eine der Ursachen hierfür ist, dass Bio – Zuckerrohrmelasse nachraffiniert wird und dabei Mineralien wie Kalium herausgelöst werden. Kalium spielt aber bei der Stoffwechselumsetzung der Effektiven Mikroorganismen eine ganz wichtige Rolle.


Futterzuckerrohrmelasse
Zuckerrohrmelasse wird in Deutschland auch von Futtermittelhändlern angeboten, leider haben die meisten EM Anwender damit schlechte Erfahrungen gemacht. Ein Grund hierfür ist, dass diese Melasse einen Zuckergehalt unter 45 % hat. Um den Zuckergehalt zu standardisieren wird bei dieser Melasse vor dem Verladen Wasser zugesetzt. Das Wasser kondensiert bei längerer Lagerung nach oben, wo der Zuckergehalt unter 45 % sinkt. Als Folge vermehren sich hier die Hefen und es kommt zu einer Alkoholgärung. Zur Herstellung von EMa ist diese Melasse ungeeignet, da die Milchsäurebakterien unbedingt schnell verfügbare Zuckerstoffe benötigen, die hier nicht mehr genügend vorhanden sind. Ein weiterer Grund ist, dass die Futterzuckerrohrmelasse nur etwa ein drittel der Mineralstoffmenge von normaler Zuckerrohrmelasse hatte.


Fazit
Um eine hohe Qualität bei der Herstellung von EMa zu bekommen, ist es notwendig eine gute Zuckerrohrmelasse zu nutzen. Je höher die Qualität der Zuckerrohrmelasse ist, desto höher ist die Populationsmenge und die Vielfalt der Effektiven Mikroorganismen.

Quelle: EM Journal Heft 13

Die hier veröffentlichten Artikel und Kommentare stehen uneingeschränkt im alleinigen Verantwortungsbereich des jeweiligen Autors.
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© Jens Laaß -  EM-Sanierung - Portal für Effektive Mikroorganismen - EM-Berater - Wernigerode - Tel. 0 39 43 - 26 74 90
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