| Unter Kompostierung versteht man die Zersetzung organischen Materials durch sog. Destruenten, welche Mikroorganismen, Würmer, Asseln und andere Kleintiere sein können. Der Kompost eignet sich hervorragend zur Bodenverbesserung. Normalerweise durchläuft ein Komposthaufen zu Anfang eine heiße Rottephase, in der Temperaturen von 50 - 60°C erreicht werden können. Dabei findet zunächst der Abbau des organischen Materials statt. Krankheitskeime und Unkrautsamen werden in der Regel abgetötet. Nach einer Übergangsphase, in der die Temperatur langsam sinkt, besiedeln Mikroorganismen und Kleinlebewesen den Haufen. In der anschließnden kalten Rottephase werden die verschiedenen Humusverbindungen aufgebaut. In der Regel benötigt die Rotte 10 - 12 Monate und wird in dieser Zeit ein- bis zweimal umgesetzt und schließlich abgesiebt.
Herstellung von EM-Kompost
Um EM-Kompost herzustellen, legen sie Ihren Kompostbehälter mit einer stabilen Folie (am besten schwarz) aus. Geben Sie eine 5-10 cm dicke Schicht Kompostmaterial in den Behälter und verdichten Sie diese gut. Gießen Sie eine 1:50 EM-Lösung darüber, so dass das Material feucht aber nicht nass ist. Dies wiederholen Sie Schicht für Schicht. Zuletzt decken Sie alles mit einer dunklen, stabilen Folie ab, so dass der Kompost möglichst luftdicht verschlossen ist. Im Gegensatz zur normalen Kompostierung, bei der möglichst viel Sauerstoff benötigt wird, läuft diese Kompostierung anaerob, d.h. ohne Sauerstoff ab.
Nach 10-12 Wochen ist der Kompost ohne Umsetzen fertig. Durch die fermentativen Prozesse bei dieser Kompostierung, bilden sich wertvolle Stoffe. Die Energie und Nährstoffe verbleiben im Kompost und Pilzkrankheiten werden vermieden.
Was gehört in den Kompost?
Abfälle von Salaten, Gemüse und Früchten, zerkleinerte Eierschalen, Mist von Pflanzenfressern (Hasen, Hühner, Pferde, Kühe), Tee- und Kaffeesatz, Holzasche von unbehandeltem Holz, Rasenschnitt, Häckselmaterial, Stroh, Laub, Papier oder Karton ohne Aufdruck, Jätgut und Sägespäne, Speisereste und verdorbene Lebensmittel, Federn und Haare, gehäckselte Wasserrandpflanzen (Schilf, Binsen, Seggen). Das Material zerkleinern, damit die Kompostierung optimal abläuft.
Was kann eventuell auf den Kompost?
Fleisch- und Fischabfälle, Schnittblumen aus dem Großhandel, Schalen von Zitrusfrüchten oder Bananen
Was gehört nicht auf den Kompost?
Alle mit Schadstoffen belasteten Materialien, Asche von behandeltem Holz, farbiges oder bedrucktes Papier, Plastik, Steine, Glas, Inhalt von Staubsaugertüten, kranke Pflanzen, Öle und Fette.
Quellen:
http://www.biozac.de/biozac/biogart/kompost.htm
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